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Der kleine sehbehinderte Malteser Yanis erzählt Erlebnisse aus seinem täglichen Leben

Mein Tagebuch ...

57. Teil - Oktober 2020

 

 

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1. Oktober 2020

 

Beim Frühstück stellte sich heraus, dass unsere Leute der Meinung waren, heute sei ein Feiertag, nämlich der "Tag der Deutschen Einheit". Sie waren davon überzeugt und fielen aus allen Wolken, als die Tierhilfe Korschenbroich mitteilte, dass heute die Pakete bei der Post aufgegeben werden sollten. Zuerst sagte Frauchen noch, da weiß einer nicht, dass Feiertag ist .... - und dann plumpste es Herrchen und Frauchen wie Schuppen von den Augen, dass der Feiertag erst am 03.10., also Samstag ist.

 

Für uns Hunde war der Tag etwas langweilig, doch es regnete oder nieselte, so dass natürlich weder Dari noch ich Lust auf Gassigehen hatten, ganz zu schweigen von Frauchen.

 

Daria durfte sich noch einmal am Intelligenzspiel versuchen und machte ihr Ding ganz gut. Ich hatte keine Lust dazu.

 

Am Abend auf der Couch, zusammen mit Frauchen und Sissy, haben Dari und ich es uns gemütlich gemacht. Irgendwann begann die Prinzessin lustig und albern mit Frauchen zu spielen. Plötzlich hatte Daria mich auf dem Kieker, sie leckte mein Fell und ging sogar noch etwas weiter .... -o.k., dachte ich, warum nicht, wir sind schließlich erwachsene Hunde. Doch dann schmiss sie sich auf mich drauf und wollte mich dominieren. Das war mir dann doch zu viel.

 

 

Den letzten Gang in den Garten brachten wir komplikationslos hinter uns und sind nun im Büro angekommen. Das war es für heute, hoffentlich ist morgen mehr los. In diesem Sinne werde ich mich gleich meinen Träumen hingeben.

 

2. Oktober 2020

 

Beim Frühstück besprachen unsere Leute, was wir heute unternehmen ... - Das Ergebnis: Herrchen läuft den Berg hinunter, um einige Sachen einzukaufen und Frauchen fährt mit uns Hunden von zu Hause los und lädt Herrchen und seine Einkaufstüten unterwegs ein. So haben wir es gemacht und dann ging es ab zum Bäcker, wo Frauchen Brötchen kaufte. Nun endlich spulte sich das Programm für Daria, Romeo, den Frauchen natürlich zu Hause abgeholt hatte, und mich ab. Wir liefen zusammen mit Herrchen und Frauchen eine kleine Runde im Wald hinter dem Bäcker.

 

 

Romeo blieb noch bis zum späten Nachmittag bei uns, da sein Frauchen auf einem Besuch war und er ja nicht unbedingt bei sich zu Hause alleine bleiben musste. Ich freue mich immer, wenn mein Freund kommt und für eine Weile bei uns bleibt, ist doch so einfach praktisch.

 

Am Abend versetzte Daria Herrchen und Frauchen wieder einmal in Aufregung, denn sie war anscheinend beim Besuch des Gartens mit einer Pfote falsch aufgetreten und schrie und weinte ganz herzzerreißend. Etwas anderes, als eine vertretene Pfote, konnten unsere Leute nicht vermuten, denn Frauchen untersuchte die Pfote ausgiebig und fand nichts, was auf eine Verletzung hindeutete. Mit der verbundenen Pfote ging es noch einmal in den Garten, wo Dari keinen einzigen Schritt lief. Frauchen entfernte den Verband und so humpelte Daria wenigstens.

 

 

Zwei Stunden Fernsehen gucken später ging es zur letzten Runde in den Garten und siehe da ... - Dari lief wie ein Dilldopp und von einer wehen Pfote war nichts mehr zu sehen. Frauchen atmete auf .... - Dari hatte längst vergessen, was passiert war.

 

Wie jeden Abend lassen wir den Tag im Büro ausklingen und bereiten uns aufs Bett vor.

 

3. Oktober 2020

 

Beim Frühstück wurde besprochen, dass wir heute alle zusammen eine ruhige Kugel schieben ... - immerhin haben wir einen Feiertag: "Tag der Deutschen Einheit". Doch wen scherte das im Haus, immerhin leben wir hier 2 : 3! Soll heißen, Frauchen, Daria und ich gehören einer anderen Staatsbürgerschaft als Herrchen und Sissy an.

 

Dari und ich schliefen auf der Esszimmerbank. Plötzlich erwachte Daria und war wohl der Meinung, ich müsste mal gewaschen werden, also machte sie sich ans Werk. Ich fand es ganz angenehm.

 

 

Später zogen wir uns ins Wohnzimmer zurück, wo ich es mir zusammen mit Leroy auf dem Sessel bequem machte. Die arme Dari "musste mal müssen" im Garten, leider schüttete es vom Himmel hoch her, was ihr überhaupt nicht, trotz Regenmantel, gefiel. Sie ließ Frauchen praktisch im Regen stehen und eilte ins Haus zurück, ohne ihrem Bedürfnis nachgekommen zu sein. Frauchen rubbelte sie mit einem Handtuch ab und wickelte sie in eine Decke ein. Halllloooo ... - es waren nur der Kopf und der Schwanz nass geworden!

 

Daria und ich haben es tatsächlich geschafft, ganz kurz miteinander zu spielen ... - es ist ein Anfang, der vielversprechend  ist. Jedenfalls mögen wir uns doch recht gerne.

 

Als wir zur Nacht hin noch einmal zusammen mit Frauchen den Garten aufsuchen mussten, war es trocken und keiner wurde nass. Wir erledigten alles und dann ging es ab ins Büro. Herrchen ist besonders müde und will schon einmal vorab das Bett aufsuchen. Klasse, da gehe ich mit.

 

4. Oktober 2020

 

Auch heute haben wir wetterbedingt einen ruhigen Tag verbracht und auf einen Spaziergang verzichtet. Es regnete hin und wieder und es war ausgesprochen windig. Frauchen hatte Angst, Dari und ich könnten wegfliegen.

 

Frauchen hat an einem neuen Mantel für Romeo gearbeitet, der aus einem alten Kaschmirpullover und einem anderem Material besteht.

 

 

Nun ist es aber leider so, dass der Mantel für Romeo etwas zu klein geworden ist, er aber Daria prima passt. Also muss Frauchen noch einmal für Romeo ran.

 

Nach dem üblichen Abend zusammen mit Frauchen auf der Couch vor dem Fernsehgerät ging es noch einmal in den Garten. Jetzt sind wir im Büro angelangt, wo Dari und ich wohl noch ein bisschen darauf warten müssen ins Bett zu kommen.

 

5. Oktober 2020

 

Nachdem sich Frauchen aus dem Bett gequält hatte, ging es mit Daria und mir in den Garten. Über Nacht hatte es geregnet und es sah nach weiterem Regen aus.

 

Unsere Leute blieben lange am Frühstücktisch sitzen, so dass der Tierarzt-Termin von Daria, Romeo und mir immer näher rückte. Als es Zeit wurde, fuhr Frauchen mit Daria und mir bei Romeo zu Hause vor und holte ihn ab. Und schon waren wir auf dem Weg zur Tierarztpraxis.

 

Als wir auf dem Parkplatz der Praxis aus dem Wagen stiegen, bemerkte Frauchen, dass  der Po von Romeo rot, dick und entzündet war. Als wir im Behandlungszimmer waren, kam Romeo als Erstes an die Reihe und ihn erwartete am Po eine kleine OP. Er hat eine Fistel, die geschnitten und behandelt werden musste. Frauchen sagt, Romeo sei sehr tapfer gewesen. Nach dieser schlimmen Prozedur erhielt er noch die Krallen geschnitten.

 

Nach Romeo war ich an der Reihe, ich erhielt eine Impfauffrischung (eine, die wirklich sein muss), meine Krallen geschnitten und die Analdrüsen ausgedrückt. Dann besah die Tierärztin sich meine zwei Warzen an der Pfote. Sie ist der Meinung, die von mir ramponierten Warzen müssen abheilen, dann bestünde die Aussicht, dass ich nicht mehr daran lecke oder beiße. Doch Frauchen sagte, es ist davon überzeugt, dass es einer kleinen OP mit Narkose bedarf, damit ich diese doofen Dinger wieder los werde. Die zahlreichen Warzen an meinem Körper stören mich nicht, sie werden durch mein Fell verdeckt.

 

Dari kam zuletzt an die Reihe. In ihrem rechten Ohr hatten sich erneut Milben gebildet, wofür sie Langzeittropfen ins Ohr erhielt. Zudem wurden ihre Krallen gekürzt und ebenfalls die Analdrüsen ausgequetscht.

 

Als wir alles hinter uns hatten, war Frauchen ziemlich geschwitzt und froh, endlich die Praxis mit uns verlassen zu können. Auf dem Rückweg setzten wir Romeo zu Hause ab und fuhren selbst heim.

 

Den restlichen Tag haben Daria und ich uns ausgeruht und uns keiner Anstrengung mehr hingegeben.

 

Nach einem langen Abend mit Frauchen im Wohnzimmer ging es noch einmal in den Garten und von dort ins Büro. Nicht nur wir Hunde sind müde, auch Frauchen ist von diesem Tag geschafft. Ich sage schon einmal vorab: Gute Nacht, liebes Tagebuch!

 

6. Oktober 2020

 

Wir Hunde verbrachten einen verschlafenen Tag, denn draußen regnete es und Frauchen hatte einen Massage-Termin und arbeitete später am PC.

 

Mehrmals schleppe Frauchen Daria in den Garten, wo sie etwas erledigen sollte, was sie jedoch aufgrund des schlechten Wetters nicht tat. Frauchen wunderte sich, was so in eine dermaßen kleine Blase passt und wie lange Daria aushalten kann. Ich glaube, da kam Neid auf .... (hihihi).

 

Der Tag war aber dennoch wieder wie im Fluge um und schon wurde es Zeit, noch einmal den Garten aufzusuchen. Wir hatten Glück, denn es regnete gerade einmal nicht.

 

Nun haben wir das Büro erreicht und ich gedenke weiterhin zu dösen, bis es ins Bett geht.

 

7. Oktober 2020

 

Ein weiterer verregneter Tag erwartete uns am Morgen. Da Dari und ich gestern Nacht eine Stunde früher den Garten noch einmal aufgesucht hatten, weil Daria musste, fehlte ihr diese Stunde am Morgen und sie gab Frauchen zu verstehen, was los ist. Nachdem Daria draußen war, kam sie ins Bett zurück. Ich bin dann etwas später alleine mit Frauchen durch den Garten gelaufen und habe meine Geschäfte erledigt.

 

Mittags ließen Herrchen und Frauchen uns alleine zu Hause, da sie einkaufen fuhren. Während ich vor der Glastüre auf die Rückkehr der Beiden wartete, lag Daria im Büro in ihrem Korb. Die Freude von uns Hunden war groß, als Herrchen und Frauchen voll bepackt heim kamen und dann auch noch Extra-Leckerli verteilten.

 

Der Tag verlief ähnlich wie gestern, denn spazieren gehen konnten wir nicht, weil das Wetter schlecht war.

 

 

Am Abend ließen Daria und ich es uns zusammen mit Frauchen auf der Couch gut gehen. Wir pooften und Frauchen sah fern. Zur Nacht hin ging es in den Garten und von dort direkt ins Büro.

 

So ein etwas langweiliger Tag macht müde, ich freue mich aufs Bett.

 

8. Oktober 2020

 

Beim Frühstück habe ich einmal Daria ganz deutlich gezeigt, dass ich auf dem Schoß von Frauchen sitzen will. Ich konnte mich zwar durchsetzen, doch unser Prinzesschen Fussich Julche hat so lange herumgemacht, bis Frauchen sie auch noch auf seinen Schoß genommen hat. Dabei ist Frauchen ja nicht gerade breit in diesem Bereich seines Körpers und viel Platz für zwei Hunde, wenn sie auch klein sind, bleibt da nicht.

 

 

Nach dem Frühstück habe ich mich in meinen Korb in der Diele zurückgezogen. Diese Pfote mit dem Verband nervt, ich hätte sie am Liebsten abgeworfen. Ich habe zwei Warzen an dieser Pfote, von denen ich eine angeknabbert habe. Die Tierärztin meinte kürzlich, die müsse nun abheilen und dafür muss ich Salbe darauf erhalten und einen Verband tragen. Da ich aber unentwegt daran lecke und beiße, sieht Frauchen mit schon auf dem OP-Tisch liegen ....

 

 

Wir verbrachten auch diesen Tag zu Hause, da es regnete. Ich würde schon gerne mal wieder eine Runde im Wald oder auf der Wiese drehen, doch Dari darf man damit bei dem Wetter gar nicht kommen.

 

 

Zur letzten Runde in den Garten trug Daria einen gefütterten Regenmantel. Sie sah phantastisch damit aus, doch sie wollte nur  wieder aus dem Regen heraus. Ihren Geschäften ist sie nicht nachgekommen. Wir haben uns beide demonstrativ auf die Matte vor der Haustüre gesetzt, doch Frauchen hatte kein Erbamen, wir mussten durch den Garten zurück ins Haus und wurden dementsprechend nass.

 

Im Büro ist es jetzt schön kuschelig warm und vor allem trocken! Das Bett ruft ... - zumindest mich.

 

9. Oktober 2020

 

Das Wetter ist sooo nass ... - Daria und ich haben es gehasst, zusammen mit Frauchen am Morgen in den Garten zu gehen. Es hat geschüttet. Daria wollte in ihrem Regenmantel gar nicht laufen, doch Frauchen kannte keine Gnade und triezte uns dazu. Wir retteten uns mal wieder in den Hauseingang, doch auch da wurden wir von Frauchen verbannt. Auf dem Rückweg ins Haus erledigten wir das Nötigste und düsten davon.

 

Beim Frühstück meinte Frauchen zu Dari und mir: "Und täglich grüßt das Murmeltier ..."!. Keine Ahnung, was es damit meinte, es lag wohl daran, dass wir Beide uns erneut auf seinem Schoß tummelten.

 

 

So ein verregneter Tag ist einfach nur langweilig ... - was soll man/hund da anstellen. Frauchen gab Dari und mir nachmittags etwas zum Kauen ... - nicht mein Ding, kann es sich selbst die Zähne dran ausbeißen. Natürlich fand Daria das Kauding lecker.

 

 

Nachdem sie damit fertig war, machte sie sich an Herrchen ran, das pusselte nämlich die Erdnüsse für die Vögel und Mäuse aus den Schalen. Daria liebt Erdnüsse, hat aber ein Erdnussverbot.

 

Irgendwie bekamen wir den restlichen Tag auch noch herum und schon standen wir im Garten zur letzten Runde. Es nieselte, somit wollten Dari und ich die Nummer so schnell wie möglich hinter uns bringen.

 

Wir sind im Büro angekommen und somit ist Feierabend.

 

10. Oktober 2020

 

Es war erstaunlich, doch als Frauchen uns Hunde am Morgen in den Garten brachte, herrschte dort tatsächlich gutes, trockenes Wetter. Das veranlasste Frauchen, beim Frühstück kund zu tun, dass es heute mit Daria und mir spazieren gehen will. Timmy und sein Frauchen wurden per Whats-App aufgefordert mitzukommen.

 

Es klingelte an der Haustüre und davor standen Romeo und sein Frauchen. Sein Frauchen blieb eine Weile bei uns, verabschiedete sich dann jedoch ohne Romeo, denn der kam mit zu unserem Gassigang.

 

Mittags fuhren Frauchen und wir Hunde zum Treffpunkt mit Timmy und seinem Frauchen. Timmy hat sich wie Bolle gefreut, uns nach so langer Zeit wiederzusehen. Das Wetter hatte uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und die schönen Tage bei sommerlichen Temperaturen im Garten sind für dieses Jahr wohl vorbei.

 

 

Es war herrlich mal wieder über eine unserer Lieblingswiesen zu düsen. Am Ende des Spaziergangs wären wir vier Hunde am Liebsten zu den Jungrindern auf die Weide gelaufen und hätten sie ein bisschen auf "Vorderrind" gebracht. Aber natürlich wurde uns das verboten. Übrigens war Daria mit von der "Wir-treiben-die-Rinder" Partie ... - ich wollte nur mal kurz erwähnen, dass die es faustdick hinter den Ohren hat.

 

Als wir zu den Autos zurückkamen, mussten wir uns leider von Timmy und seinem Frauchen verabschieden. Wir fuhren heim und Frauchen brachte Romeo über den Zaun nach Hause.

 

Wir verbrachten noch einen gemütlichen Nachmittag und Abend. Der Spaziergang hatte uns müde gemacht und wir dösten auf der Couch. Frauchen kämmte Daria und verpasste ihr eine "Benny-Gedenk-Frisur". Unsere Prinzessin hat mittlerweile eine Löwenmähne bekommen und die Frage kommt auf: "Wo soll das noch hinführen?".

 

 

Als wir zur letzten Runde in den Garten kamen, regnete es in Strömen. Daria wollte trotz Pullover mit Kapuze nicht laufen, doch Frauchen nahm sie auf den Arm und verließ mit ihr das Grundstück. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass Daria sofort ihren Verpflichtungen nachkommt, wenn sie Gras unter ihren zarten Pfoten ertastet. Als die Beiden zurück kamen, ging es sofort im Schweinsgalopp ins Haus zurück.

 

Wir sind im warmen und trockenen Büro angekommen und lassen es uns noch ein bisschen gut gehen, bevor es ab ins Bett geht.

 

11. Oktober 2020

 

Frauchen quälte sich am Morgen aus dem Bett, es hatte den ersten und zweiten Weckerschreckenston nicht gehört. Nachdem es gewaschen war, ging es mit Dari und mir in den Garten, wo es frisch aber trocken war.

 

Beim Frühstück verkündete Frauchen, dass wir am heutigen Sonntag zu Hause bleiben, weil es am PC zu tun hätte. Ich war darüber nicht traurig, ich finde Gassigänge werden sowieso völlig überbewertet. Auch Daria ist nicht gerade die geborene Spaziergängerin. Herrchen allerdings verkündete, dass es dann alleine wandern werde. Mit Marschverpflegung in Form von zwei Broten, einer Banane und ein Paket Nüsse marschierte es los, um dann zwei Stunden später wieder vor der Haustüre zu stehen.

 

Der Tag war gemütlich ... - Punkt! Der Abend kam und somit auch der letzte Gang in den Garten. Es war kalt, sehr kalt. Dari trug ihren Mantel, ich nur mein Fell.

 

Wir sind im kuscheligen Büro angelangt und machen Feierabend.

 

12. Oktober 2020  

 

Nach dem Aufstehen und dem ersten Besuch des Gartens gab es zuerst für uns Hunde ein Frühstück, bevor unsere Leute ihres bekamen. Ich wollte meine Privatsphäre gewahrt haben und deshalb stimmte ich nicht einem Foto zu, das Frauchen schießen wollte, während ich fresse. Auch ein Hund hat ein Recht auf sein Bild. Aber Daria musste herhalten ... - wie sollte sie auch wissen, was Frauchen da tut?!

 

 

Mittags verließ Frauchen das Haus, um mit Timmys Frauchen eine Shopping-Tour zu machen. Zurück kam es mit einer neuen Vase, Plüschstoff für neue Hundemäntel, Nähnadeln und einem Vogelfutterhäuschen ....

 

Da es zwischenzeitlich geregnet hatte, fiel der geplante Gassigang buchstäblich ins Wasser. Wir machten es uns im Haus kuschelig und ließen es uns gut gehen.

 

Zur Nacht hin ging Frauchen noch einmal mit Dari und mir in den Garten. Daria erledigte ihr Geschäft, in das Frauchen etwas später hinein trat .... Immerhin hat Frauchen noch zwei funktionstüchtige Augen im Gegensatz zu Herrchen, Daria und mir, da kann man doch davon ausgehen, dass es sieht, wohin es tritt.

 

Wir sind im Büro angelangt und ich bin vom Nichtstun müde und freue mich aufs Bett.

 

13. Oktober 2020

 

Bis auf Herrchen haben in der Nacht alle gut geschlafen ... - o.k., Frauchen ist hin und wieder von Sissy geweckt worden, die über ihren Kopf hinweg gedüst ist. Doch sonst war alles klar ... - doch nicht für Herrchen, das fühlte sich durch Daria und mich etwas in seiner Nachtruhe gestört, weil wir uns so nah an es gekuschelt hatten. Das veranlasste Herrchen dazu nicht seine Stellung zu wechseln, schließlich wollte es uns nicht wecken. Das hat dazu geführt, dass Herrchens Nacken heute geschmerzt hat und es Bettruhe brauchte.

 

Beim Frühstück beschloss Frauchen mit Romeo, Dari und mir also alleine spazieren zu gehen. Wir fuhren mit dem Auto in den Wald, liefen ein gutes Stück durch ihn, um dann auf dem Rückweg über die Wiese zu laufen.

 

 

Romeo war gut drauf, sein Po heilt und er düste über die Wiese. Als Frauchen ihn, nachdem wir wieder zu Hause angekommen waren, zu seinem Frauchen brachte, soll er auch noch durch den Garten getobt sein. Frauchen wundert sich stets darüber, dass Romeo trotz seiner Herzerkrankung so fitt ist.

 

Herrchen lag immer noch im Bett und schonte seinen Nacken. Ich legte mich zu ihm, schließlich musste sich ja jemand kümmern.

 

Nach einem verschlafenen Abend mit Frauchen auf der Couch, ging es noch einmal in den Garten, wo es sehr frisch war. Nun sind wir zum Tagesabschluss ins Büro gelangt, wo Herrchen doch recht putzmunter am PC sitzt.

 

Ich sage dann schon einmal: "Gute Nacht, liebes Tagebuch!".

 

14. Oktober 2020

 

Beim Frühstück beschloss Frauchen heute in den Garten zu gehen und zu arbeiten. Daria und ich durften ihm dann dabei zusehen bzw. hören.

 

 

Frauchen steckte Darin in einen Fleecepullover und in einen Mantel, damit sie draußen nicht fror. zudem erhielt sie Kissen mit güldenen Fäden, wie es sich für eine Prinzessin gehört ..... Außerdem wurde sie auch noch in eine Decke gehüllt. Und was bekam ich? Eine Decke mit dem Hinweis, dass ich ja genug Pelz habe. Immerhin fiel der Name "Prinz" für mich, was mich wieder versöhnte.

 

Der Tag war dann auch wieder sehr schnell um und schon wurde es Zeit,  den Garten zur letzten Runde aufzusuchen. Das war blöd, denn es regnete. Ich bin ja nicht aus Zucker, Dari anscheinend schon, denn sie weigerte sich zu müssen. Also nahm Frauchen sie mit nach draußen und setzte sie in Gras. Das funktionierte umgehend und wir konnten alle zusammen zurück ins Haus.

 

Wir sind im Büro angekommen und schließen den Tag somit ab.

 

15. Oktober 2020

 

Nach dem Frühstück putzte Frauchen, was für uns Hunde natürlich langweilig war.

 

Und dann regnete es auch noch .... Daria musste wieder mal überredet werden, ihr Geschäft zu erledigen. Sie tat es vor dem Haus auf der Wiese.

 

Herrchen ging kurzweilig einkaufen, denn es hatte kurzweilig einen Hauskoller und musste mal raus.

 

 

Ich bin meinen Verband an meiner Pfote, der zwei Warzen schützen soll, immer noch nicht los, denn ich habe sofort, nachdem er kurzweilig ab war, zu lecken begonnen.

 

So verging der Tag ohne Hochs und Tiefs.

 

Zur Nacht ging es noch einmal in den Garten und zurück ins Haus, direkt ins Büro. Hier fühle ich mich wohl und geh' jetzt auf mein Büroschreibtischkissen vorschlafen.

 

16. Oktober 2020

 

Das Wetter am Morgen sah etwas trübe aus, doch der Wetterbericht schloss Regen für heute aus. Also besprachen unsere Leute beim Frühstück, dass wir auf dem Weg zum Bäcker eine Runde durch den Wald drehen.

 

Bevor es aber los gehen sollte, holte Frauchen Romeo zu uns herüber, der natürlich mit spazieren gehen sollte. Da sein Frauchen nachmittags was vor hatte, blieb er zu meiner großen Freude gleich bis zum Abend. Ich gebe zu, ich vermisse Romeo, wenn er nicht bei uns wohnt. Immerhin habe ich Benny verloren und dann ist auch noch Romeo zurück in sein Zuhause gezogen. Und was habe ich bekommen?! Eine Prinzessin! Aber das ist o.k. so, denn sie ist sehr lieb und ich mag sie sehr gerne; sie nimmt mir ja auch nichts weg.

 

 

Nachdem wir nach Hause gekommen waren, setzte sich Frauchen an den PC. Als es Zeit wurde für Essen für alle zu sorgen, verließ es den Schreibtisch und servierte nach einer Weile für jeden etwas zu futtern. Daria, Romeo und ich hatten einen Hunger, den Frauchen kaum stillen konnte. Das wunderte sich darüber und fragte sich, warum wir so einen großen Hunger hatten.

 

 

Am Abend kam wieder das Thema: "sie nimmt mir ja aber nichts weg!" auf ... - mir nicht, aber was ist mit Romeo? - denn Romeo schmiss sich in alter Gewohnheit an Frauchen heran. Weil das aber nun Daris Part ist, kroch sie praktisch in Frauchen hinein, um ihm zu demonstrieren, dass sie die Nummer 1 bei Frauchen ist. Man einigte sich letztendlich, denn da beide, Daria und Romeo, nicht sehr groß sind, konnte keiner Frauchen dermaßen in Beschlag nehmen, dass nichts mehr von ihm übrig blieb und der andere leer ausging.

 

Romeo musste leider wieder nach Hause und wir verbrachten noch einen gemütlichen Abend, der abrupt mit dem Besuch des Gartens endete. Von dort ging es ins Büro, wo wir uns nun noch so lange aufhalten, bis es ins Bett geht.

 

17. Oktober 2020

 

Frauchen verkündete beim Frühstück, dass wir heute zu Hause bleiben, weil es so Einiges zu tun hätte. Mir war es recht ... - ich bin sicher, Dari auch.

 

Wir suchten mehrmals den Garten auf, wo das Wetter aber von Mal zu Mal nicht besser wurde. Es war ein trüber Tag, der nicht dazu einlud, ihn draußen zu verbringen.

 

 

Ein weiteres Mäntelchen für Daria entstand ... - das trug sie am Abend beim letzten Gang in den Garten. Auf der Terrasse trafen wir auf Sissy, die so einen Mantel für einen Hund wohl ziemlich albern findet. Sie hat gut reden, denn ihr Pelz ist warm und hält so Einiges an Kälte aus. Da muss Daria erst noch hinkommen ... - Frauchen arbeitet daran. Momentan entwickelt sich bei ihr eine ausgefranste Löwenmähne, die im Zusammenhang mit der "Benny-Gedächtnisfrisur" ziemlich lustig anmutet.

 

Wir haben das Büro erreicht und das heißt: "Feierabend für heute!".

 

18. Oktober 2020

 

Als Frauchen am Morgen mit Dari und mir in den Garten kam, stellte ich fest, dass es bereits sehr kalt geworden ist. Daria trug selbstverständlich einen Mantel gegen die Kälte. Da sie bereits bei den leicht kühleren Temperaturen zittert, fragt sich Frauchen, was wohl passiert, wenn hier mal der Frost, womöglich mit Schnee, einzieht.

 

Beim Frühstück versuchte Frauchen sich mit Timmy und dessen Frauchen kurzzuschließen, um einen Gassi-Termin zu vereinbaren, doch es hatte keinen Erfolg. Also fuhren Herrchen und Frauchen nachmittags mit uns in den Wald, nachdem auch noch Romeo zu uns gestoßen war.

 

 

Der Weg war teilweise sehr matschig, was wohl auch daran lag, dass dort viele LKWs hergefahren sind, die Baumstämme transportiert haben. Es lag ein riesiger Stapel Stämme am Waldrand, vor den sich Frauchen mit uns Hunden stellte, um zu zeigen, wie klein wir alle dagegen waren.

 

Nachdem wir nach Hause kamen, brachte Frauchen Romeo ebenfalls zu seinem Frauchen nach Hause. Es dauerte ein bisschen, bis es zurück kam. Ab  dann haben wir es uns alle gemütlich gemacht.

 

 

Daria machte sich später über mein Fressen her, nachdem sie ihres hatte stehen lassen. Zum Glück fraß ich mein Nassfutter noch, bevor ich den Platz verließ, um zu gucken, was denn Dari zu futtern bekam. Aber es war dasselbe, was ich hatte. Nachdem Daria sich einen Teil meines Trockenfutters einverleibt hatte, fraß sie auch noch ihres.

 

Nach einem Fernsehabend mit Frauchen auf der Couch ging es noch einmal in den kalten Garten zur letzten Runde. Wir erledigten alles im Nu und waren somit schnell zurück im Haus.

 

Das Büro hat uns wieder und das Bett ruft bereits.

 

19. Oktober 2020

 

Die Sonne schien am Morgen, als Frauchen mit Dari und mir in den Garten kam. Klar, dass beim Frühstück von Herrchen und Frauchen beschlossen wurde, dass wir heute einen Familienausflug machen, bei dem natürlich Romeo mit dabei sein würde.

 

Am frühen Nachmittag holte Frauchen Romeo zu uns herüber und dann waren wir auch schon auf dem Weg in den Wald. Der heutige Weg war doch schon sehr lang und Daria hat, bis auf ein paar Minuten in der Bauchtragetasche, gut durchgehalten.

 

 

Zwischendurch gab es ein Picknick auf einer Bank, wobei Daria es schaffte, zweimal in Frauchens Brötchen zu beißen. Von dort ging es zurück zum Auto. Auf dem Weg trafen wir auf die Jungrinder, von denen eins am Zaun stand und auf uns wartete. Frauchen streichelte es und dann hielt es ihm Daria vor die Nase. Im Gegensatz zu Daria war die kleine Kuh begeistert und schnupperte und leckte an ihr. Dari fand, das sei einer Prinzessin nicht würdig abgeschlabbert zu werden.

 

Wir fuhren nach Hause und lieferten Romeo bei seinem Frauchen ab. Etwas erschöpft machten wir eine Pause, die sich dann bis zum Abend und darüber hinaus hinzog.

 

Zur Nacht hin suchte Frauchen zusammen mit Daria und mir noch einmal den Garten auf. Das war schnell erledigt, was bei der Kälte auch nötig war.

 

Wir sind im Büro angekommen, das bedeutet, der Tag ist so gut wie um und wir gehen bald schlafen.

 

 

Ach so, ein Highlight gab es noch für Frauchen, das hatte nämlich Darias Pflegefrauchen aus Rumänien gebeten, ihm Bilder von den beiden Babys von Dari zu schicken, die ebenfalls zusammen mit ihrer Mama gerettet wurden. Die sind angekommen und Frauchen hat sich wie Bolle gefreut und gar nicht mehr darüber eingekriegt, wie süß die sind.

 

20. Oktober 2020

 

Am frühen Morgen verkündete Frauchen, dass draußen ein toller Sonnenaufgang sei, es war aber zu faul, die Kamera zu holen und Fotos zu schießen. Stattdessen kam es zurück ins Bett. Als wir dann später aufgestanden sind, war von dem schönen Wetter nichts mehr zu sehen. Noch während unseres Frühstücks begann es zu regnen.

 

Frauchen hatte seinen Massage-Termin und verließ uns somit am Mittag. Nachdem es zurückgekommen war, fuhr es mit Herrchen zusammen einkaufen. Dari und ich mussten während der Abwesenheit auf Haus, Garten und Katze aufpassen. Frauchen meinte aber noch bevor es das Haus verließ, sollte ich mich überfordern fühlen, könnte Sissy ja diese Aufnahme übernehmen ....

 

Da es den ganzen Tag regnete, machten wir es uns alle gemütlich, nachdem unsere Leute vom Einkauf zurück waren. Der Tag ging mal wieder wie im Fluge herum und schon mussten wir noch einmal den Garten aufsuchen ... - und das bei heftigem Regen. Daria weigerte sich mitzugehen und blieb am Terrassentor sitzen.

 

Wir sind im warmen und trockenen Büro eingetroffen und lassen es uns weiterhin gut gehen.

 

21. Oktober 2020

 

Ich mache es kurz: Der Tag unterschied sich kaum vom gestrigen. Wir haben ihn gut umbekommen, jedoch ohne nennenswerte Ereignisse.

 

 

Zu erwähnen wäre evtl. noch, dass mich Daria abends auf dem Sofa angeblafft hat, obwohl ich mich mit auf die Decke gelegt habe. Ganz schön zickig war sie, was wir von ihr überhaupt nicht gewöhnt sind. Aber vielleicht hatte sie gerade schlecht geträumt. Es ist aber alles wieder o.k.

 

Beim letzten Gang in den Garten konnten wir feststellen, dass es ausgesprochen warm war und zum Glück trocken.

 

Wir sind im Büro und lassen den Tag ausklingen.

 

22. Oktober 2020

 

In der Nacht hatte es stark geregnet, doch am Morgen, als Dari und ich zusammen mit Frauchen in den Garten kamen, schien die Sonne. Beim Frühstück beratschlagten unsere Leute, ob wir heute spazieren gehen oder nicht .... Es wurde sich für "nicht" entschieden, denn im Wald wäre es nach dem Regen sehr nass und matschig gewesen und zudem hatte Frauchen noch Sträucher vor dem Haus zu schneiden.

 

Wir blieben also daheim und Frauchen schnitt Sträucher. Am Nachmittag war es, auch dank Hilfe von Herrchen, mit der Arbeit fertig und der gemütliche Teil des Tages konnte beginnen.

 

Frauchen zückte die Kamera und fotografierte den herbstlichen Garten. Daria verfolgte Frauchen auf ihre Art und erklomm die kleine Mauer, die den Weg zum Garten trennt.

 

 

Nach einem langen Fernsehabend mit Frauchen ging es noch einmal in den Garten, wo es relativ warm war. Daria brauchte nicht einmal einen Mantel zu tragen, worüber sie sicherlich sehr erfreut war.

 

Das Büro hat uns wieder. Der Tag ist so gut wie vorbei und ich freue mich schon aufs Bett.

 

23. Oktober 2020

 

Auch heute sind wir alle zu Hause geblieben, denn es hat heftig geregnet.

 

Frauchen hatte am PC zu tun und Daria und ich haben ihm im Büro Gesellschaft geleistet.

 

Abends ging es Frauchen nicht so gut, dennoch wurde das Abendprogramm durchgezogen.

 

Zur Nacht hin ging es noch einmal in den Garten und nun sind wir im Büro angekommen.

 

Das war es für heute.

 

 

 

Mein Tagebuch ...

58. Teil - November 2020

 

 

 

 

 

24. Oktober bis 6. November 2020

 

Frauchen ist am Samstag, dem 24. Oktober ins Waldbröler Kreiskrankenhaus gefahren, weil seine Bauchschmerzen so stark waren, dass es nicht mehr auszuhalten war.

 

Das Ergebnis der Untersuchung war niederschmetternd, denn es wurden gleich verschiedene Erkrankungen festgestellt, unter anderem sollte es sogar in beiden Oberschenkeln Thrombosen haben. Frauchen durfte gar nicht mehr nach Hause, es bezog ein Zimmer im Krankenhaus.

 

Weitere Untersuchungen ergaben, dass es Zysten bzw. Krebs an den Eierstöcken hat, Verdacht auf eine Verdickung im Darm und einen Tumor im Bauch ....  Nach Tagen am Tropf erhielt Frauchen eine Darmspiegelung. Zudem wurden noch einmal die Oberschenkel auf Thrombosen untersucht, wobei sich herausstellte, dass Frauchen gar keine Thrombosen hatte .... - das wurde ihm ziemlich unwirsch vom behandelnden Arzt mitgeteilt ..... Frauchen war sauer, denn es hatte Tage umsonst hungernd am Tropf gehangen.

 

Frauchen wurde in das Krankenhaus nach Gummersbach gebracht und erhielt dort eine erneute Darmspiegelung, bei der erkannt wurde, dass der Darm o.k. ist. Weiter wurde bei ihm eine Bauchspiegelung durchgeführt, bei der anderthalb Eierstöcke entfernt und Proben von dem im Bauch befindlichen Tumor genommen wurden.

 

Am 4. November durfte Frauchen für die nächsten Tage nach Hause kommen, da die entnommenen Proben ausgewertete werden müssen. Nun erwartet es einen Anruf aus der Klinik, wann es zusammen mit Herrchen zum Gespräch kommen kann und wie es mit ihm weitergeht.

 

Natürlich haben Daria und ich uns wie Bolle gefreut, als Frauchen plötzlich in der Türe stand. Seit diesem Zeitpunkt lassen wir Frauchen nicht mehr aus den Augen und hängen wie die Kletten an ihm.

 

 

Die Tage, in denen Frauchen weg war, waren für uns alle nicht schön. Sogar Sissy hat Frauchen ganz dolle vermisst. Herrchen war schrecklich traurig und zu dem Zeitpunkt verschlechterten sich auch noch seine Augen, so dass es fast blind ist. Natürlich habe ich alles getan, damit hier der Betrieb weiterging, weshalb ich natürlich nicht dazu gekommen bin, mein Tagebuch zu schreiben.

 

Frauchen ist noch sehr schwach auf den Beinen und seine Psyche ist nicht die beste ..... Herrchen war heute beim Augenarzt und hat erfahren, dass er grauen und grünen Star hat. Das ist nicht schön,  bedeutet aber, dass ihm geholfen werden kann. Es wird im kommenden Jahr in einer Klinik in Bonn operiert.

 

So, das ist der neueste Stand. Ich werde aber die nächsten Tage auch nicht dazu kommen, mein Tagebuch weiterzuführen, denn ich muss mich um Frauchen kümmern. Deshalb sage ich: "Bis in Kürze!".

 

14. November 2020

 

Zwischenzeitlich war Frauchen in großer Not zurück ins Krankenhaus nach Gummersbach gebracht worden. An der Stelle, an der die Drainage in Frauchen Bauch gesessen hatte, hatte sich alles verdickt und verhärtet, so dass Frauchen glaubte, der Tumor wachse nun bereits außerhalb des Bauches.

 

Es war ein großes Drama, denn Frauchen war voller Angst, dass es nun sterben müsse. Im Krankenhaus wurde es beruhigt, dass ein Tumor eigentlich nicht so schnell wachsen könne, ausgeschlossen werden konnte dies aber nicht. Also wurde Frauchen wieder stationär aufgenommen und blieb zwei Tage. Nach mehreren Untersuchungen, die weder positiv noch negativ verliefen, durfte Frauchen gestern erneut vorläufig zurück nach Hause.

 

Zum "Abschiedsgeschenk" hat es von einer Schwester noch eine Thrombosespritze in den linken Unterschenkel erhalten ... - nun hat es dort Schmerzen und kann nicht gut laufen. Diese Nummer wäre nun wirklich nicht auch noch nötig gewesen.

 

Am 17. Nov. muss Frauchen zurück im Krankenhaus sein. Wenn es Glück hat, wird es endlich einen Tag später operiert. Wenn es Pech hat, muss die OP wegen der neuen Coronainfizierten verschoben werden.

 

Frauchen kümmert sich liebevoll um uns Tiere, Herrchen, Sissy, Daria und ich uns um Frauchen, dem es von der Psyche her wirklich nicht gut geht. Wir versuchen alle das Beste der der Situation zu machen.

 

 

 

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